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Verständigung im Rudel

Heulen, Knurren, Duftmarken und die Rangordnung im Rudel — zehn Übungen mit Tipps, wenn du einmal hängst.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zum Leben im Rudel und zur Verständigung von Wolf und Hund — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Was bedeutet das Signal?
AFB I

Wölfe und Hunde senden Signale mit Lauten, Duft und Verhalten. Verbinde jedes Signal mit seiner Bedeutung.

Drei der Signale sind Laute, eins ist ein Duft, eins ist ein Verhalten.
Welcher Laut trägt am weitesten? Der passt zum Zusammenrufen. Welcher klingt bedrohlich?
A2
Lückentext: Das Wolfsrudel
AFB I

Setze die Fachbegriffe an die richtige Stelle — zwei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Ein Wolfsrudel ist meist eine . Geführt wird es von den . Weil jedes Tier seinen Platz in der kennt, gibt es selten ernsten Streit. Das Gebiet, in dem das Rudel lebt und jagt, heißt . Seine Grenzen zeigen die Wölfe mit an.

„Herde“ sagt man bei Pflanzenfressern wie Rindern oder Schafen. Und Wölfe sind gerade keine Einzelgänger — ein Wolf allein ist meist ein junges Tier, das sein Elternrudel verlassen hat und eine eigene Familie gründen will.
Wer gehört meistens zu einem Rudel? Eltern und …?
Die Grenzen des Gebiets werden nicht gesehen, sondern gerochen.
A3
Stimmt das?
AFB I

Entscheide bei jeder Aussage über das Leben im Rudel: Stimmt sie oder nicht?

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die beiden falschen Aussagen sind häufige Irrtümer: Rangordnung bedeutet nicht Dauerkampf, sondern gerade weniger Streit. Und das viele Bellen ist eine Eigenheit des Hundes, nicht des Wolfs.
Wozu ist eine Rangordnung gut — für mehr oder für weniger Streit?
Denk an die Laute: Welches Tier hörst du häufiger bellen, einen Hund oder einen Wolf?
A4
Groß oder klein machen?
AFB II

Zwei Wölfe begegnen sich am Rand des Reviers. Ordne jedes Verhalten ein: Macht sich der Wolf damit groß oder klein?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1sich groß machen (imponieren, drohen)
2sich klein machen (unterwerfen, beschwichtigen)
Anstarren und den Weg versperren heißt: „Ich bin hier der Stärkere.“ Wer den Blick abwendet, sich auf den Rücken legt oder dem anderen die Schnauze leckt, sagt: „Ich will keinen Streit.“ Genau das beendet einen Konflikt meist, bevor es zum Kampf kommt.
Frage dich bei jeder Karte: Wirkt der Wolf danach stärker oder schwächer?
Den Bauch zu zeigen ist gefährlich — das tut nur, wer dem anderen vertraut und sich unterordnet.
A5
Die Warnleiter des Hundes
AFB II

Ein Kind bedrängt einen Hund immer weiter. Der Hund warnt zuerst ganz leise und dann immer deutlicher. Bringe seine Signale in die richtige Reihenfolge: oben das leiseste, unten das letzte.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1gähnt und leckt sich über die Nase
2dreht den Kopf weg
3versucht wegzugehen
4erstarrt und wird ganz steif
5knurrt
6schnappt in die Luft
Ein Hund beißt fast nie „aus heiterem Himmel“. Vorher zeigt er viele leise Beschwichtigungssignale — Gähnen, Nase lecken, wegschauen, weggehen. Erst wenn niemand darauf achtet, wird er deutlicher: Erstarren, Knurren, Schnappen.
Am Anfang will der Hund nur beschwichtigen und dem Streit aus dem Weg gehen.
Ein Laut kommt erst, wenn stille Zeichen nicht helfen. Das Schnappen ist die letzte Warnung vor dem Biss.
A6
Wie versteht der Hund dich?
AFB II

Menschen und Hunde „sprechen“ verschiedene Sprachen. Wie wirkt dein Verhalten auf einen fremden Hund?

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Dein Verhaltenwirkt freundlichwirkt bedrohlich
Du beugst dich über den Hund und umarmst ihn fest.
Du hockst dich seitlich hin und wartest, bis er zu dir kommt.
Du schaust ihm lange direkt in die Augen.
Du rennst schreiend auf ihn zu, um ihn zu begrüßen.
Du sprichst ruhig und blinzelst, den Blick leicht abgewendet.
Für Menschen ist Umarmen und In-die-Augen-Schauen freundlich. In der Hundesprache heißt beides eher „Ich bin stärker als du“. Wer sich klein macht, seitlich bleibt und den Blick abwendet, spricht die Sprache des Hundes.
Überlege, was ein Wolf mit demselben Verhalten einem anderen Wolf sagen würde.
Sich über jemanden stellen und ihn anstarren bedeutet in der Wolfssprache: „Ich bin der Chef.“
A7
Begegnung am Gartenzaun
AFB II

Jona geht auf dem Schulweg an einem Garten vorbei. Das Tor steht offen, ein großer Hund kommt heraus. Spiele die Begegnung Schritt für Schritt durch.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Das Muster ist immer gleich: stehen bleiben, ruhig werden, nicht anstarren, sich klein und seitlich machen, langsam Abstand gewinnen. So sagst du in der Sprache des Hundes: „Ich bin keine Gefahr.“
    Alles, was schnell, laut oder groß wirkt, kann den Hund reizen.
    Ein Wolf, der sich unterordnet, schaut weg und macht sich klein — das versteht auch ein Hund.
    A8
    Mix: Fehlersuche in Pauls Kurzvortrag
    AFB III

    Paul hat einen Kurzvortrag über Wolf und Hund vorbereitet. Hier kommen auch Inhalte aus 1.2.1 Vom Wolf zum Hund und 1.2.2 Züchtung durch Auswahl vor.

    In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
    Drei Fehler: Das Rudel ist eine Familie und keine zufällige Jagdgruppe, Streit wird mit Unterwerfungssignalen vermieden und nicht mit Drohsignalen, und Wölfe wie Hunde sind gesellige Tiere. Abstammung vom Wolf und Züchtung durch Auswahl hat Paul dagegen richtig beschrieben.
    Drei Zeilen sind falsch: eine zum Aufbau des Rudels, eine zur Körpersprache, eine zum Zusammenleben.
    Wie sieht ein Wolf aus, der keinen Streit will — groß oder klein?
    A9
    Trickaufgabe: Wer bringt Welpen zur Welt?
    AFB III

    In einem Rudel leben ein Vater, eine Mutter, drei Jungwölfe vom letzten Jahr (schon fast so groß wie die Eltern) und fünf Welpen aus diesem Frühjahr. Wie viele Tiere dieses Rudels bringen im nächsten Frühjahr in der Regel Welpen zur Welt?

    Überlege genau und trage die Anzahl ein — Enter prüft direkt.
    Die Antwort ist 1: Im Rudel pflanzen sich meist nur die beiden Elterntiere fort — zur Welt bringt die Welpen aber allein die Mutter. Die Jungwölfe pflanzen sich im Rudel ihrer Eltern meist nicht fort — sie verlassen es später und gründen eine eigene Familie. Wer „2“ oder „5“ eingetragen hat, ist in die Falle getappt.
    In einem Rudel pflanzen sich meist nur die Elterntiere fort.
    Lies die Frage genau: Wer von den beiden Eltern bringt die Welpen zur Welt?
    A10
    Ein Welpe zieht ein
    AFB III

    Familie Demir holt einen Welpen zu sich. Jedes Familienmitglied hat eine Idee, wie er sich gut einleben soll. Welche Ideen passen zu dem, was du über das Leben im Rudel weißt?

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Im Rudel gelten verlässliche Regeln für alle, und niemand lebt allein. Genau das braucht auch der Welpe. Ständig wechselnde Regeln verwirren ihn. Gewalt wie das Auf-den-Rücken-Werfen macht ihm Angst und zerstört das Vertrauen. Und Hunde lernen über Körpersprache, kurze Signalwörter und Wiederholung — nicht über lange Erklärungen.
    Was macht das Zusammenleben im Wolfsrudel so friedlich?
    Regeln müssen verlässlich sein. Und ein Tier, das Angst hat, lernt schlecht.