Abendrunde mit Frieda
AFB I–IILena geht in der Dämmerung mit ihrer Hündin Frieda durch den Park. Zu Hause schreibt sie auf, was ihr aufgefallen ist:
| Nr. | Beobachtung |
|---|---|
| 1 | Frieda bleibt stehen und dreht ein Ohr nach links. Erst einige Sekunden später hört Lena dort einen Jogger. |
| 2 | Eine Katze sitzt still unter einer Bank. Frieda läuft vorbei. Erst als die Katze losrennt, bellt Frieda. |
| 3 | Frieda findet im dunklen Gras ein Stück Brot, das Lena nicht gesehen hat. |
| 4 | Ein tief hängender Zweig streift Friedas Schnauze. Sie kneift sofort die Augen zu und weicht aus. |
- Nenne für jede Beobachtung das Sinnesorgan, das Frieda vor allem benutzt.
- Beschreibe, was Friedas Ohren in Beobachtung 1 anders machen als Lenas Ohren.
- Erkläre, warum Frieda die Katze in Beobachtung 2 erst bemerkt, als sie losrennt.
- Erläutere an Beobachtung 3, warum man den Hund ein Nasentier nennt.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
1: Ohren. 2: Augen. 3: Nase. 4: Tasthaare an der Schnauze.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Frieda dreht eine Ohrmuschel mit ihren Ohrmuskeln genau in die Richtung des Geräuschs. So fängt sie den Schall besser auf und hört den Jogger früher. Lena kann ihre Ohrmuscheln kaum bewegen und hört leise Geräusche erst aus geringerer Entfernung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Hundeaugen sind besonders gut darin, Bewegungen zu erkennen. Ruhende Dinge nehmen sie schlechter wahr, und ihr Bild ist weniger scharf. Solange die Katze still sitzt, fällt sie Frieda nicht auf. Sobald sie losrennt, bemerkt Frieda die Bewegung sofort — auch in der Dämmerung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Lena sucht mit den Augen und sieht im dunklen Gras nichts. Frieda riecht das Brot. Ihre Nase hat eine große Riechschleimhaut mit viel mehr Riechzellen als die Nase des Menschen. Weil der Hund sich vor allem mit der Nase orientiert, nennt man ihn Nasentier.
Ein Wurfring für Balu
AFB II–IIIJonas möchte für seinen Hund Balu einen Wurfring kaufen. Sie spielen immer auf der grünen Wiese hinter dem Haus. Im Laden gibt es den Ring in Rot, Orange, Gelb und Blau. Der Verkäufer meint: „Die Farbe ist egal. Hunde sehen sowieso nur schwarz-weiß.“
Zu Hause findet Jonas die Abbildung unten. Sie zeigt vereinfacht, wie ein Mensch und wie ein Hund dieselben Farben sieht.
- Entnimm der Abbildung, welche Farbe für den Hund fast so aussieht wie die grüne Wiese.
- Begründe, welchen Wurfring Jonas für das Spielen auf der Wiese kaufen sollte.
- Beurteile die Aussage des Verkäufers.
- Entwickle einen Versuch, mit dem Jonas prüfen kann, ob Balu einen blauen Ring mit den Augen schneller findet als einen roten. Achte darauf, dass Balu nicht einfach die Nase benutzen kann.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Orange: In der unteren Reihe sieht Orange für den Hund fast genauso graugelb aus wie die grüne Wiese. Auch Rot hebt sich nur als etwas dunkleres Graubraun ab.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Jonas sollte den blauen Ring kaufen. Blau sieht der Hund gut, und in der unteren Reihe hebt sich Blau deutlich von der graugelben Wiese ab. Rote oder orange Ringe verschwimmen für Balu mit dem Gras, weil Hunde Rot und Grün kaum unterscheiden.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Aussage ist falsch. Hunde sehen nicht schwarz-weiß, sondern Farben — vor allem Blau und Gelb. Sie sehen nur weniger Farben als Menschen. Deshalb ist die Farbe nicht egal: Ein blauer Ring ist auf der Wiese für Balu viel besser zu erkennen als ein roter.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Zum Beispiel: Zwei gleiche Ringe in Blau und Rot besorgen und beide gleich anfassen, damit sie gleich riechen. Balu wartet im Haus. Jonas legt einen Ring gut sichtbar auf die Wiese, immer an dieselbe Stelle. Dann lässt er Balu hinaus, gibt das Kommando „Such!“ und stoppt die Zeit, bis Balu den Ring hat. Das wiederholt er mehrmals mit beiden Farben, abwechselnd. Braucht Balu für den blauen Ring immer weniger Zeit, spricht das dafür, dass er ihn mit den Augen schneller findet. Damit Balu den Ring nicht einfach erschnüffelt, lässt Jonas ihn von weit weg und mit dem Wind im Rücken suchen und achtet darauf, ob Balu mit erhobenem Kopf direkt zum Ring läuft (Augen) oder mit der Nase am Boden sucht.
