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Haustiere artgerecht halten

Welches Tier passt zu Familie Schmidt — und warum ist das Tierheim ausgerechnet im Sommer so voll?

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Welches Tier passt zu uns?

AFB I–III

Familie Schmidt wohnt im 4. Stock ohne Garten. Beide Eltern arbeiten bis 17 Uhr. Mia ist 10 Jahre alt, ihr Bruder Tim 7. Für ein Haustier kann die Familie höchstens 500 € im Jahr ausgeben und morgens und abends zusammen etwa eine halbe Stunde Zeit aufbringen. Im Internet findet Mia diese Übersicht (ungefähre Werte):

HaustierLebensdauerZeit pro TagKosten pro JahrDas braucht es außerdem
Hund10–15 Jahre2–3 Stundenca. 1200 €mehrere Spaziergänge täglich, Hundesteuer
Katze15–20 Jahre1 Stundeca. 600 €Kratzbaum, Katzenklo; in der Wohnung besser zu zweit
2 Kaninchen8–12 Jahre45 Minutenca. 500 €mindestens 6 m² Gehege
2 Meerschweinchen6–8 Jahre30 Minutenca. 400 €großes Gehege mit Häuschen, täglich Frischfutter
  1. Entnimm der Tabelle, welches Haustier am längsten lebt und welches am meisten Zeit braucht.
  2. Ermittle, wie alt Mia höchstens ist, wenn eine Katze, die jetzt als junges Tier einzieht, stirbt.
  3. Vergleiche Hund und Meerschweinchen-Paar nach Zeit, Kosten und Platz.
  4. Lege fest, welches Haustier am besten zu Familie Schmidt passt. Nutze dafür alle Angaben.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Schau in die Spalten „Lebensdauer“ und „Zeit pro Tag“.
Hinweis zu Aufgabe b)
Nimm die längste Lebensdauer der Katze und zähle sie zu Mias Alter dazu.
Hinweis zu Aufgabe c)
Stelle für jedes Merkmal beide Tiere nebeneinander. Denk beim Platz auch an den Auslauf.
Hinweis zu Aufgabe d)
Streiche zuerst alle Tiere, die zu teuer sind oder zu viel Zeit brauchen. Prüfe dann, was übrig bleibt.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Am längsten lebt die Katze (15–20 Jahre). Am meisten Zeit braucht der Hund (2–3 Stunden am Tag).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Mia ist jetzt 10 Jahre alt. Eine Katze kann bis zu 20 Jahre leben: 10 + 20 = 30. Mia wäre dann bis zu 30 Jahre alt — die Katze begleitet sie also bis ins Erwachsenenalter, auch wenn Mia auszieht.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Zeit: Der Hund braucht 2–3 Stunden am Tag, die Meerschweinchen nur etwa 30 Minuten. Kosten: Der Hund kostet ca. 1200 € im Jahr, die Meerschweinchen ca. 400 € — also dreimal so viel. Platz: Der Hund braucht täglich mehrere Spaziergänge draußen, die Meerschweinchen ein großes Gehege in der Wohnung. Gemeinsam ist beiden: Sie brauchen jeden Tag Pflege und regelmäßig den Tierarzt.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Hund und Katze fallen weg: Sie kosten mehr als 500 € und brauchen mehr als eine halbe Stunde Zeit am Tag; der Hund wäre außerdem bis 17 Uhr allein. Zwei Kaninchen liegen genau an der Kostengrenze und brauchen mehr Zeit und mindestens 6 m² — das ist in der Wohnung schwierig. Am besten passen zwei Meerschweinchen: 400 € im Jahr, etwa 30 Minuten am Tag, ein Gehege in der Wohnung. Wichtig: immer mindestens zwei Tiere, und die Eltern tragen die Verantwortung, auch wenn Mia und Tim helfen.

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Hochbetrieb im Tierheim

AFB I–III

Die Klasse 5b besucht ein Tierheim. Die Leiterin zeigt ein Diagramm: So viele Fundtiere (ausgesetzte oder entlaufene Tiere) wurden dort in einem Jahr abgegeben (Beispielwerte).

0 10 20 30 40 21Jan 14Feb 12Mär 13Apr 16Mai 22Jun 36Jul 33Aug 18Sep 14Okt 12Nov 15Dez Anzahl Fundtiere
Fundtiere pro Monat in einem Tierheim (Beispielwerte).

Ein Junge aus der Klasse meint: „Ein ausgesetzter Hund kommt schon zurecht. Er stammt doch vom Wolf ab und findet sich sein Futter selbst.“

  1. Beschreibe, wie sich die Zahl der Fundtiere im Lauf des Jahres verändert.
  2. Erkläre, warum im Juli und August und auch im Januar besonders viele Tiere abgegeben werden.
  3. Nimm Stellung zur Aussage des Jungen.
  4. Entwickle drei Tipps für ein Plakat, das Familien vor dem Kauf eines Haustiers lesen sollen, damit weniger Tiere im Tierheim landen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Suche den höchsten und den niedrigsten Wert. Gibt es mehr als eine „Spitze“?
Hinweis zu Aufgabe b)
Was machen viele Familien im Sommer? Und was passiert kurz vor dem Januar?
Hinweis zu Aufgabe c)
Ist ein Haushund noch ein Wolf? Und was sagt das Tierschutzgesetz zum Aussetzen?
Hinweis zu Aufgabe d)
Denk an Zeit, Kosten, Lebensdauer und Urlaub — also an alles, was man vorher klären muss.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Von Februar bis Mai werden wenige Tiere abgegeben (12 bis 16 im Monat). Ab Juni steigt die Zahl stark an und ist im Juli mit 36 Tieren am höchsten, im August sind es noch 33. Danach sinkt sie wieder auf 12 bis 18. Eine zweite, kleinere Spitze gibt es im Januar mit 21 Tieren.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Juli und August sind die Sommerferien. Viele Familien fahren in den Urlaub und haben vorher nicht geklärt, wer ihr Tier versorgt — manche setzen es dann aus. Im Januar werden Tiere abgegeben, die an Weihnachten verschenkt wurden: Die Beschenkten merken, wie viel Zeit, Geld und Arbeit ein Tier kostet.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Aussage ist falsch. Der Hund stammt zwar vom Wolf ab, ist aber seit langer Zeit ein Haustier und an den Menschen gewöhnt. Er hat nie gelernt, selbst Beute zu jagen, und ist auf den Menschen angewiesen. Ausgesetzte Hunde hungern, werden krank oder überfahren. Außerdem verbietet das Tierschutzgesetz, ein Tier auszusetzen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Zum Beispiel: 1. „Ein Tier lebt viele Jahre — ein Hund bis zu 15. Überlegt, ob ihr so lange für es sorgen könnt.“ 2. „Rechnet vorher nach: Futter, Tierarzt und Zubehör kosten jedes Jahr Geld.“ 3. „Klärt vor dem Kauf, wer das Tier im Urlaub versorgt.“ Auch möglich: „Kein Tier als Überraschungsgeschenk“ oder „Informiert euch, was die Tierart braucht“.