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Phagozytose und MHC-II

Eine Fresszelle verdaut ein Virus — und hängt danach Bruchstücke davon wie einen Steckbrief an ihre Oberfläche.

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Makrophagen fressen Viren

Die erste Abwehrlinie im Gewebe frisst, was fremd wirkt — und verarbeitet es weiter.

  • Makrophage:große Fresszelle im Gewebe, entsteht aus Monozyten des Blutes; gehört zur angeborenen, unspezifischen Abwehr.
  • Erkennen:Rezeptoren der Makrophage binden an Moleküle, die viele Erreger gemeinsam haben — nicht an ein bestimmtes Virus.
  • Phagozytose:Die Zellmembran umfließt das Virus mit Ausstülpungen und schnürt es als Phagosom nach innen ab (Endozytose, Membranfluss nach innen).
  • Phagolysosom:Lysosomen verschmelzen mit dem Phagosom; ihre Enzyme zerlegen die Virusproteine in kurze Bruchstücke (Peptide).
  • Antigen:Molekülstruktur, die eine spezifische Immunantwort auslöst — hier die Peptide der Virusproteine.
Merke

Phagozytose: Aufnahme eines Erregers durch Umfließen der Zellmembran und Abbau im Phagolysosom zu Peptiden.

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Antigenpräsentation auf MHC-II

Die Makrophage wird vom Fresser zum Boten: Sie zeigt, was sie gefressen hat.

  • MHC-II:Membranproteine, die am ER gebildet und in Vesikeln zum Phagolysosom gebracht werden; ihre Furche bindet ein Virus-Peptid.
  • Präsentation:Das Vesikel verschmilzt mit der Zellmembran (Membranfluss nach außen): Der MHC-II-Peptid-Komplex liegt nun auf der Oberfläche.
  • Wer?:MHC-II tragen nur antigenpräsentierende Zellen: Makrophagen, dendritische Zellen, B-Lymphozyten.
  • T-Helferzelle:Nur eine T-Helferzelle, deren T-Zell-Rezeptor genau zu diesem Komplex passt, bindet (Korezeptor CD4 hält am MHC-II fest).
  • Aktivierung:Die gebundene T-Helferzelle wird aktiviert und schüttet Botenstoffe (Interleukine) aus — Startsignal der spezifischen Abwehr.
Merke

Antigenpräsentation: MHC-II + Virus-Peptid auf der Makrophage → passende T-Helferzelle bindet und wird aktiviert.

Im Phagolysosom liegt ein Virusprotein. Zerlege es mit „Enzyme“ in Peptide. Lege dann ein Peptid in die Furche des MHC-II-Moleküls — ziehen oder mit Tab auswählen und mit den Pfeiltasten bewegen. „Präsentieren“ bringt den Komplex an die Oberfläche: Passt eine der drei T-Helferzellen?

Vom Virusprotein zum MHC-II-Komplex

Halte fest: Aus einem Virusprotein entstehen viele Peptide. MHC-II bindet nur genügend lange Peptide. Jede T-Helferzelle erkennt genau ein Peptid im MHC-Komplex — das freie Virus oder ein anderes Peptid lässt sie kalt.

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Allgemeine Hinweise

Makrophagen sind unspezifisch

Die Makrophage frisst jedes Virus gleich. Spezifisch ist erst die T-Helferzelle, die den MHC-Peptid-Komplex erkennt.

Zwei Schlüssel, ein Schloss

Der T-Zell-Rezeptor erkennt nie ein Peptid allein, sondern immer MHC plus Peptid — beides muss passen.

MHC-II ≠ MHC-I

MHC-II zeigen gefressene Erreger (Fresszellen, B-Zellen). MHC-I tragen fast alle Körperzellen — sie zeigen, was in der Zelle selbst entsteht (2.2.3).

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