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Organ, Gewebe, Zelle

Zwei Aufgaben zu Geweben im Laubblatt und zu den Organisationsebenen.

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Das Blatt der Seerose

AFB I–II

Die Seerose hat Schwimmblätter, die flach auf dem Wasser liegen. Im Querschnitt fällt auf: Die Spaltöffnungen liegen nur in der oberen Epidermis, das Palisadengewebe ist mehrschichtig und das Schwammgewebe enthält sehr große luftgefüllte Hohlräume.

  1. Nenne die Gewebe eines typischen Laubblatts von oben nach unten.
  2. Beschreibe den Unterschied zwischen einem Gewebe und einem Organ am Beispiel des Blattes.
  3. Erkläre die Lage der Spaltöffnungen beim Schwimmblatt.
  4. Erläutere die Funktion der großen Hohlräume im Schwammgewebe.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Beginne mit der Wachsschicht.
Hinweis zu Aufgabe b)
Wie viele Gewebe bilden das Blatt?
Hinweis zu Aufgabe c)
Welche Seite berührt das Wasser?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was braucht ein Blatt, um zu schwimmen?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Cuticula, obere Epidermis, Palisadengewebe, Schwammgewebe mit Leitbündeln, untere Epidermis mit Spaltöffnungen und Schließzellen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Ein Gewebe ist ein Verband gleichartiger Zellen mit gemeinsamer Funktion, z. B. das Palisadengewebe. Das Blatt ist ein Organ: Es besteht aus mehreren Geweben, die gemeinsam Fotosynthese, Gasaustausch und Transpiration ermöglichen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Unterseite liegt auf dem Wasser; dort wäre kein Gasaustausch mit der Luft möglich. Spaltöffnungen oben ermöglichen die Aufnahme von CO₂ aus der Luft.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die luftgefüllten Hohlräume geben Auftrieb, sodass das Blatt schwimmt. Zusätzlich verteilen sie Gase im Blatt und leiten Sauerstoff zu Teilen der Pflanze unter Wasser.

2

Von der Buche zum Chloroplasten

AFB II–III

Eine Buche trägt etwa 200 000 Blätter. Ein Blatt ist rund 25 cm² groß. Unter 1 mm² Blattfläche liegen etwa 400 000 Chloroplasten.

  1. Berechne die Zahl der Chloroplasten in einem Blatt (1 cm² = 100 mm²).
  2. Ordne Buche, Blatt, Palisadengewebe, Palisadenzelle und Chloroplast den Organisationsebenen zu.
  3. Begründe mit dem Bau des Palisadengewebes, warum dort die meiste Fotosynthese stattfindet.
  4. Beurteile die Aussage: „Je mehr Chloroplasten eine Pflanze hat, desto besser ist sie angepasst.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Rechne erst die Blattfläche in mm² aus.
Hinweis zu Aufgabe b)
Fünf Begriffe, fünf Ebenen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Wo trifft das Licht zuerst auf?
Hinweis zu Aufgabe d)
Gilt das für jeden Standort?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

25 cm² = 2500 mm²; 2500 · 400 000 = 1 000 000 000 = 10⁹ Chloroplasten je Blatt.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Buche: Organismus; Blatt: Organ; Palisadengewebe: Gewebe; Palisadenzelle: Zelle; Chloroplast: Zellorganell.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Zellen liegen direkt unter der durchsichtigen oberen Epidermis und bekommen am meisten Licht. Sie sind lang gestreckt, dicht gepackt und enthalten viele Chloroplasten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage gilt nur eingeschränkt. Viele Chloroplasten nützen bei viel Licht. Im Schatten oder an trockenen Standorten zählen andere Merkmale (z. B. dicke Cuticula, dünne Blätter). Angepasstheit hängt vom Standort ab.