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Dominant und rezessiv

Zwei Aufgaben zu Erbgängen — mit rosa Löwenmäulchen und einem schwarzen Labrador.

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1

Das Löwenmäulchen

AFB I–II

Kreuzt man reinerbig rot blühende Löwenmäulchen (RR) mit reinerbig weiß blühenden (WW), blühen alle Pflanzen der F1 rosa.

  1. Beschreibe den Erbgang der Blütenfarbe beim Löwenmäulchen.
  2. Ermittle mit einem Kombinationsquadrat die Nachkommen zweier rosa Pflanzen.
  3. Vergleiche das Ergebnis mit dem eines dominant-rezessiven Erbgangs.
  4. Begründe , warum ein Gärtner keine reinerbig rosa blühende Sorte züchten kann.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Wie sehen die Mischerbigen aus?
Hinweis zu Aufgabe b)
Jede rosa Pflanze bildet R- und W-Keimzellen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Genotypen und Phänotypen getrennt betrachten.
Hinweis zu Aufgabe d)
Welcher Genotyp ist rosa?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Der Erbgang ist intermediär: Keines der beiden Allele setzt sich durch; die mischerbigen Pflanzen (RW) zeigen eine Zwischenform (rosa).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

RW × RW → RR : RW : WW = 1 : 2 : 1 → rot : rosa : weiß = 1 : 2 : 1.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Genotypen verteilen sich in beiden Fällen 1 : 2 : 1. Im Phänotyp spaltet der dominant-rezessive Erbgang 3 : 1, weil RR und Rr gleich aussehen; beim intermediären Erbgang 1 : 2 : 1.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Rosa blühen nur mischerbige Pflanzen (RW). Kreuzt man sie, entstehen immer auch rote und weiße Pflanzen. Einen reinerbigen Genotyp für Rosa gibt es nicht.

2

Ein schwarzer Labrador

AFB II–III

Beim Labrador ist schwarzes Fell (B) dominant über braunes (b) — vereinfacht betrachtet. Ein Züchter möchte wissen, ob sein schwarzer Rüde reinerbig ist. Er kreuzt ihn mit einer braunen Hündin. Der erste Wurf: 4 schwarze und 3 braune Welpen.

  1. Erläutere das Prinzip der Rückkreuzung am Beispiel.
  2. Entwickle die beiden möglichen Ergebnisse vorab als Kreuzungsschema.
  3. Interpretiere das Ergebnis des ersten Wurfs.
  4. Beurteile die Aussage des Züchters nach einem anderen Wurf: „Drei schwarze Welpen — also ist mein Rüde reinerbig.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Was gibt die braune Hündin weiter?
Hinweis zu Aufgabe b)
BB × bb und Bb × bb.
Hinweis zu Aufgabe c)
Woher haben die braunen Welpen ihr zweites b?
Hinweis zu Aufgabe d)
Wie wahrscheinlich sind drei schwarze Welpen bei Bb × bb?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Die braune Hündin ist bb und gibt nur b weiter. Die Fellfarbe jedes Welpen zeigt deshalb, welches Allel er vom Rüden bekommen hat: schwarz → B, braun → b.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

BB × bb → alle Bb, alle schwarz. Bb × bb → Bb : bb = 1 : 1, also schwarz : braun = 1 : 1.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die braunen Welpen (bb) müssen ein b vom Rüden erhalten haben. Der Rüde ist also mischerbig (Bb). 4 : 3 entspricht ungefähr 1 : 1.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage ist nicht gesichert. Auch bei Bb × bb sind drei schwarze Welpen mit der Wahrscheinlichkeit \((\tfrac12)^3 = \tfrac18\) möglich. Erst viele Welpen ohne braunen machen BB sehr wahrscheinlich; ein einziger brauner beweist Bb.