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Übung AFB III

Beurteilen, vorhersagen, Stellung nehmen: zehn anspruchsvolle Aufgaben zu Mutationen, Selektion und evolutionären Erklärungen.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben für die Spitzenpunkte: Folgen von Mutationen beurteilen, Selektion vorhersagen, Modelle prüfen und falsche Erklärungen entlarven.

A1
Mutation mit Folgen
AFB III

Bei Menschen mit einer bestimmten Mutation im Gen CCR5 fehlt ein Andockprotein für HI-Viren; sie sind gegen die häufigste HIV-Form weitgehend geschützt. Beurteile die Aussagen.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Mutationen sind ungerichtet; ihr Wert zeigt sich erst in der Umwelt.
War die Mutation vor HIV da?
Nutzen ist umweltabhängig.
A2
Der Kartoffelhunger
AFB III

In Irland wurde um 1845 fast nur eine Kartoffelsorte angebaut, vermehrt über Knollen. Ein neuer Pilz vernichtete die Ernten mehrerer Jahre. In den Anden, der Heimat der Kartoffel, werden bis heute Hunderte Sorten angebaut. Nimm Stellung: Welche Aussagen sind fachlich richtig?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Genetische Einheitlichkeit macht verwundbar — Vielfalt ist eine Versicherung.
Wie verschieden waren die Pflanzen?
Sind Klone variabel?
A3
Modell prüfen
AFB III

Im Satz-Modell „OMA SAH DEN BUS NIE“ geht der Buchstabe M von „OMA“ verloren. Überprüfe die Aussagen zum Modell.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Modelle zeigen einen Ausschnitt — hier das Lesen in Dreiergruppen.
Schreibe den Satz ohne S neu in Dreiergruppen.
Ein Austausch lässt das Raster stehen.
A4
Selektion vorhersagen
AFB III

Stelle eine Vermutung auf: Auf einer Insel ohne Raubtiere leben Laufvögel. Einige haben erblich kleinere Flügel, die Energie sparen. Was geschieht über viele Generationen? Spiele durch.

Spiele die Situation Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    So entstanden auf Inseln viele flugunfähige Vögel wie der Dodo.
    Was kostet ein Flügel?
    Vorsicht vor Lamarck.
    A5
    Zwei Erklärungen
    AFB III

    Bewerte die Erklärungen für die langen Zungen von Ameisenbären.

    Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
    Aussagefachlich richtigfachlich falsch
    Ameisenbären mit erblich längerer Zunge erreichten mehr Ameisen und hatten mehr Nachkommen.
    Die Zunge wurde durch häufiges Herausstrecken länger, und das wurde vererbt.
    Ameisenbären bekamen lange Zungen, damit sie Ameisen fangen können.
    In der Population wurden Allele für lange Zungen über Generationen häufiger.
    Jeder Ameisenbär passte seine Zunge an die Ameisen an.
    Richtig: erbliche Vielfalt, Fortpflanzungserfolg, Population.
    Suche Absicht und Lamarck.
    Wer verändert sich?
    A6
    Hypothese testen
    AFB III

    Forscher vermuten, dass die dunkle Farbe von Bergfröschen eine Angepasstheit an die starke UV-Strahlung ist. Entwickle ein passendes Vorgehen: Welche Schritte sind sinnvoll?

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Erblichkeit prüft man mit gleicher Umwelt, den Vorteil mit einem Vergleich der Überlebensrate.
    Wie trennt man Erbe und Umwelt?
    Ein Einzeltier sagt nichts über Populationen.
    A7
    Resistenzen verhindern
    AFB III

    Beurteile die Maßnahmen gegen Antibiotikaresistenzen.

    Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
    Aussagesinnvollnicht sinnvoll
    Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen einnehmen
    Tabletten absetzen, sobald es einem besser geht
    Antibiotika bei Virusinfektionen wie Schnupfen einnehmen
    in der Tiermast keine Antibiotika vorbeugend einsetzen
    immer dasselbe Antibiotikum verwenden
    Jeder unnötige Einsatz ist ein Selektionsvorteil für resistente Bakterien.
    Wann überleben gerade die resistenten Bakterien?
    Viren sind keine Bakterien.
    A8
    Trick: Die Pfauenfeder
    AFB III

    Ein Pfauenmännchen mit langem, schwerem Schwanz wird leichter vom Fuchs erwischt. Trotzdem sind lange Schwänze häufig. Erkläre — welche Aussagen sind richtig?

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Die Falle: Selektion nur als „Überleben des Stärksten“ sehen. Partnerwahl ist ein eigener Selektionsfaktor.
    Was zählt mehr — Leben oder Nachkommen?
    Weibchen als Selektionsfaktor.
    A9
    Evolution im Zeitraffer
    AFB III

    Bakterien teilen sich alle 20 Minuten. Berechne, wie viele Generationen an einem Tag entstehen, und beurteile, warum Resistenzen so schnell auftreten.

    Rechne oder überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
    24 · 60 : 20 = 72 Generationen am Tag — beim Menschen wären das rund 1800 Jahre. Viele Generationen bedeuten viele Mutationen und schnelle Selektion.
    Minuten pro Tag?
    1440 : 20
    A10
    Angepasst — und dann?
    AFB III

    Die Fellfarbe von Schneehasen wechselt im Herbst zu Weiß, gesteuert von der Tageslänge. Durch den Klimawandel liegt der Schnee später. Beurteile die Aussagen.

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Angepasstheit ist immer an eine Umwelt gebunden.
    Was passiert bei weißem Fell ohne Schnee?
    Selektion wirkt auf erbliche Varianten.